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Dapoxetin ist ein kurz wirksamer selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), der zur bedarfsweisen Behandlung der vorzeitigen Ejakulation bei erwachsenen Männern eingesetzt wird. Im Gegensatz zu klassischen SSRI, die häufig täglich eingenommen werden, wurde Dapoxetin aufgrund seines schnellen Wirkungseintritts und seiner vergleichsweise kurzen Verweildauer im Körper speziell für die Einnahme vor sexueller Aktivität entwickelt.
Dapoxetin wird nicht zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion eingesetzt. Beide sexuellen Funktionsstörungen können jedoch gleichzeitig auftreten. In bestimmten Kombinationspräparaten wird Dapoxetin deshalb zusammen mit einem PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil angeboten.
Dapoxetin gehört zur Arzneimittelgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Der Wirkstoff wurde ursprünglich im Zusammenhang mit antidepressiven Arzneimitteln entwickelt. Aufgrund seiner besonderen pharmakokinetischen Eigenschaften wurde er später für die Behandlung der vorzeitigen Ejakulation weiterentwickelt.
Ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen SSRI liegt in der kurzen Wirkdauer. Dapoxetin wird deshalb nicht als dauerhaft täglich eingenommenes Medikament zur Behandlung einer Depression verwendet, sondern bei vorzeitiger Ejakulation nach Bedarf vor der sexuellen Aktivität.
Die vorzeitige Ejakulation – medizinisch auch Ejaculatio praecox genannt – gehört zu den häufigen sexuellen Funktionsstörungen bei Männern. Charakteristisch ist eine Ejakulation, die regelmäßig früher eintritt, als es der Betroffene beziehungsweise das Paar wünscht, verbunden mit eingeschränkter Kontrolle und häufig erheblichem persönlichem Leidensdruck.
Eine einzelne schnelle Ejakulation bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt. Für die Beurteilung spielen unter anderem Häufigkeit, Dauer des Problems, Kontrollfähigkeit, persönliche Belastung und die individuelle sexuelle Situation eine Rolle.
Die Ursachen können unterschiedlich sein. Neben biologischen Faktoren können auch Stress, Leistungsdruck, Angst, Beziehungsprobleme oder andere sexuelle Funktionsstörungen beteiligt sein.
Serotonin ist ein Botenstoff des Nervensystems, der unter anderem an der Regulation des Ejakulationsreflexes beteiligt ist. Dapoxetin hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin in Nervenzellen und erhöht dadurch vorübergehend dessen Aktivität an bestimmten Signalwegen.
Dadurch kann der Ejakulationsreflex verzögert und die Kontrolle über den Zeitpunkt der Ejakulation verbessert werden.
Dapoxetin verursacht keine Erektion und wirkt nicht wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil. Es besitzt einen anderen Wirkmechanismus und richtet sich primär gegen vorzeitige Ejakulation.
Dapoxetin wird nach Bedarf vor der erwarteten sexuellen Aktivität eingenommen. Aufgrund seiner schnellen Aufnahme erreicht der Wirkstoff relativ rasch wirksame Konzentrationen im Körper.
Bei zugelassenen Präparaten wird die Einnahme üblicherweise etwa 1 bis 3 Stunden vor der geplanten sexuellen Aktivität empfohlen.
Der genaue Wirkungseintritt kann individuell unterschiedlich sein. Die Einnahme sollte deshalb entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Arzneimittels und der ärztlichen Empfehlung erfolgen.
Dapoxetin wurde für eine vergleichsweise kurze bedarfsweise Wirkung entwickelt. Nach der Einnahme wird der Wirkstoff relativ schnell aufgenommen und anschließend wieder aus dem Körper ausgeschieden.
Dadurch unterscheidet sich Dapoxetin von länger wirkenden antidepressiven SSRI, die zur Behandlung anderer Erkrankungen häufig regelmäßig eingenommen werden müssen.
Die kurze Wirkdauer ermöglicht eine gezielte Einnahme im Zusammenhang mit geplanter sexueller Aktivität.
Bei zugelassenen Dapoxetin-Präparaten ist die übliche Anfangsdosis 30 mg. Wenn diese Dosierung nicht ausreichend wirkt und gut vertragen wird, kann ein Arzt in geeigneten Fällen eine Erhöhung auf 60 mg erwägen.
Dapoxetin sollte nicht häufiger als einmal innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden. Es ist nicht für eine routinemäßige tägliche Einnahme zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation vorgesehen.
Die Dosis sollte nicht eigenständig erhöht werden, da höhere Wirkstoffmengen auch das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen können.
Die Tablette wird üblicherweise mit ausreichend Wasser eingenommen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig, da Dapoxetin bei manchen Anwendern Schwindel, einen Blutdruckabfall oder eine kurzzeitige Ohnmacht verursachen kann.
Dapoxetin kann grundsätzlich mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die konkreten Hinweise des jeweiligen Arzneimittels sollten dabei immer berücksichtigt werden.
Dapoxetin kann bei Männern eingesetzt werden, bei denen eine vorzeitige Ejakulation diagnostiziert wurde und die dadurch einen relevanten persönlichen oder partnerschaftlichen Leidensdruck erleben.
Die Behandlung zielt nicht ausschließlich darauf ab, die Zeit bis zur Ejakulation zu verlängern. Wichtig sind auch eine bessere Kontrolle des Ejakulationsreflexes, geringerer sexueller Stress und eine höhere Zufriedenheit mit der sexuellen Aktivität.
Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Art und Ursache der vorzeitigen Ejakulation ab. Insbesondere bei einer neu aufgetretenen Störung sollte geprüft werden, ob andere gesundheitliche oder psychische Faktoren beteiligt sind.
Vorzeitige Ejakulation und erektile Dysfunktion sind unterschiedliche sexuelle Funktionsstörungen. Eine erektile Dysfunktion betrifft das Erreichen oder Aufrechterhalten einer ausreichenden Erektion, während sich die vorzeitige Ejakulation auf die Kontrolle des Samenergusses bezieht.
Beide Probleme können jedoch gleichzeitig auftreten. Erektionsprobleme können beispielsweise Leistungsdruck verursachen, während die Angst vor einer schnellen Ejakulation wiederum die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Mehr über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen erfahren Sie auf unserer Seite zur erektilen Dysfunktion.
Bei Männern, bei denen gleichzeitig eine erektile Dysfunktion und eine vorzeitige Ejakulation bestehen, können in bestimmten Situationen sowohl ein PDE-5-Hemmer als auch Dapoxetin eingesetzt werden.
Sildenafil unterstützt die Erektionsfähigkeit, während Dapoxetin auf den Ejakulationsreflex wirkt. Dadurch richten sich die beiden Wirkstoffe gegen unterschiedliche Beschwerden.
Ein Beispiel für ein Kombinationspräparat ist Cenforce D, das Sildenafil und Dapoxetin enthält. Auch Super Kamagra mit Sildenafil 100 mg und Dapoxetin 60 mg kombiniert beide Wirkstoffe in einem Präparat. Weitere Informationen zur Cenforce-Produktfamilie finden Sie in unserem Cenforce Ratgeber.
Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Wirkstoffe sollte jedoch nicht eigenständig erfolgen. Mögliche Wechselwirkungen, Blutdruckeffekte und individuelle gesundheitliche Risiken müssen berücksichtigt werden.
Auch Tadalafil gehört zu den PDE-5-Hemmern. Der Wirkstoff wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion verwendet und unterscheidet sich von Sildenafil insbesondere durch seine deutlich längere Wirkungsdauer.
Produkte, die Tadalafil mit Dapoxetin kombinieren, richten sich grundsätzlich an unterschiedliche Aspekte der sexuellen Funktion: Tadalafil unterstützt die Erektion, während Dapoxetin die Ejakulationskontrolle beeinflusst.
Eine solche Kombination sollte nur verwendet werden, wenn sie medizinisch geeignet ist.
Wie jedes Arzneimittel kann auch Dapoxetin Nebenwirkungen verursachen. Nicht jeder Anwender ist davon betroffen und die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Zu den bekannten häufigeren Nebenwirkungen gehören unter anderem:
Eine Besonderheit von Dapoxetin ist das mögliche Auftreten von Schwindel oder einer kurzzeitigen Ohnmacht. Deshalb sollten Anwender insbesondere beim Aufstehen auf mögliche Kreislaufbeschwerden achten.
Bei ausgeprägtem Schwindel, Bewusstseinsverlust, starken psychischen Veränderungen oder anderen schweren Beschwerden sollte medizinische Hilfe eingeholt werden.
Alkohol kann Nebenwirkungen von Dapoxetin verstärken. Dazu gehören insbesondere Schwindel, Benommenheit, eingeschränktes Reaktionsvermögen und ein erhöhtes Risiko für Ohnmacht oder Kreislaufprobleme.
Alkoholkonsum sollte deshalb im Zusammenhang mit Dapoxetin vermieden beziehungsweise entsprechend den Hinweisen des jeweiligen Arzneimittels eingeschränkt werden.
Dapoxetin kann mit verschiedenen Arzneimitteln interagieren. Besondere Vorsicht ist bei Medikamenten erforderlich, die ebenfalls das serotonerge Nervensystem beeinflussen oder den Abbau von Dapoxetin verändern.
Zu den relevanten Arzneimittelgruppen können unter anderem gehören:
Alle regelmäßig und gelegentlich eingenommenen Medikamente sollten deshalb vor der Anwendung mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.
Dapoxetin ist nicht für jeden geeignet. Gegen eine Anwendung können unter anderem bestimmte Herzprobleme, eine Vorgeschichte von Ohnmachtsanfällen, relevante Leberfunktionsstörungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sprechen.
Auch eine gleichzeitige Behandlung mit bestimmten antidepressiven oder serotonerg wirkenden Arzneimitteln kann problematisch beziehungsweise kontraindiziert sein.
Vor Beginn einer Behandlung sollten deshalb bestehende Erkrankungen, aktuelle Medikamente und frühere Kreislaufprobleme besprochen werden.
Eine medikamentöse Behandlung ist nicht die einzige Möglichkeit bei vorzeitiger Ejakulation. Je nach Ursache können auch psychologische und verhaltenstherapeutische Maßnahmen sinnvoll sein.
Dazu gehören beispielsweise:
Insbesondere bei erworbener vorzeitiger Ejakulation kann es sinnvoll sein, zunächst mögliche zugrunde liegende Ursachen zu behandeln.
Neben Dapoxetin stehen je nach Ursache und Ausprägung weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise lokal angewendete Mittel, die die Empfindlichkeit reduzieren, andere medikamentöse Verfahren sowie psychologische oder sexualtherapeutische Ansätze.
Welcher Ansatz geeignet ist, hängt davon ab, ob die vorzeitige Ejakulation bereits seit Beginn des Sexuallebens besteht oder erst später aufgetreten ist und ob gleichzeitig andere sexuelle oder gesundheitliche Probleme bestehen.
Dapoxetin ist ein kurz wirksamer SSRI, der speziell für die bedarfsweise Behandlung der vorzeitigen Ejakulation entwickelt wurde. Der Wirkstoff beeinflusst die serotonerge Signalübertragung und kann dadurch die Ejakulationskontrolle verbessern und die Zeit bis zum Samenerguss verlängern.
Die übliche Anfangsdosis beträgt 30 mg und wird etwa 1 bis 3 Stunden vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. In geeigneten Fällen kann ärztlich eine Erhöhung auf 60 mg erfolgen. Eine Einnahme häufiger als einmal innerhalb von 24 Stunden ist nicht vorgesehen.
Da Dapoxetin Nebenwirkungen und Wechselwirkungen verursachen kann, sollte vor der Anwendung geklärt werden, ob der Wirkstoff im individuellen Fall geeignet ist. Besonders wichtig sind dabei andere Medikamente, mögliche Kreislaufprobleme und gleichzeitig bestehende sexuelle Funktionsstörungen.
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