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Sildenafil und Vardenafil gehören beide zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und werden zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt. Ihr grundlegender Wirkmechanismus ist ähnlich: Bei sexueller Stimulation unterstützen sie die Durchblutung des Penis und können dadurch das Erreichen und Aufrechterhalten einer Erektion erleichtern.
Trotz vieler Gemeinsamkeiten sind die beiden Wirkstoffe nicht identisch. Unterschiede bestehen unter anderem beim Wirkungseintritt, bei der Wirkungsdauer, bei möglichen Einflüssen durch Nahrung und bei der individuellen Verträglichkeit. Ausführliche Grundlagen finden Sie auf unseren Seiten zu Sildenafil, Vardenafil und zur erektilen Dysfunktion.
Sildenafil und Vardenafil hemmen das Enzym Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5). Dieses Enzym spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP), das während sexueller Erregung zur Entspannung der glatten Muskulatur und Erweiterung der Blutgefäße beiträgt.
Durch die Hemmung von PDE5 bleibt cGMP länger wirksam. Dadurch kann bei sexueller Stimulation mehr Blut in die Schwellkörper des Penis einströmen. Beide Wirkstoffe benötigen sexuelle Erregung und lösen nicht automatisch eine Erektion aus.
Sildenafil war der erste weitverbreitete PDE-5-Hemmer zur Behandlung von Erektionsstörungen und wurde insbesondere durch Viagra bekannt. Nach Ablauf des Patentschutzes kamen zahlreiche Sildenafil-Generika auf den Markt.
Bekannte Präparate auf Basis von Sildenafil sind beispielsweise Kamagra und Cenforce. Sildenafil wird üblicherweise nach Bedarf vor der geplanten sexuellen Aktivität angewendet.
Vardenafil wurde einige Jahre nach Sildenafil eingeführt und ist insbesondere als Wirkstoff des Markenpräparats Levitra bekannt. Auch hier stehen inzwischen verschiedene Vardenafil-Generika zur Verfügung.
Zu den bekannten Präparaten mit Vardenafil gehört beispielsweise Valif. Wie Sildenafil wird Vardenafil normalerweise nach Bedarf angewendet.
Da beide Wirkstoffe zur gleichen Arzneimittelgruppe gehören, sind viele Eigenschaften vergleichbar. Für die praktische Anwendung können jedoch einige Unterschiede relevant sein.
Sildenafil beginnt gewöhnlich innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten zu wirken. Der tatsächliche Wirkungseintritt kann unter anderem vom individuellen Stoffwechsel, der Dosierung und der Nahrungsaufnahme abhängen.
Auch Vardenafil wird typischerweise etwa 30 bis 60 Minuten vor der geplanten sexuellen Aktivität angewendet. Bei manchen Männern kann die Wirkung früher einsetzen, dennoch sollte nicht von einem garantierten festen Zeitpunkt ausgegangen werden.
Bei beiden Wirkstoffen gilt: Sexuelle Stimulation ist Voraussetzung für die Wirkung.
Sildenafil und Vardenafil gehören im Vergleich zu Tadalafil zu den eher kürzer wirkenden PDE-5-Hemmern.
Sildenafil besitzt typischerweise ein Wirkungsfenster von ungefähr vier bis sechs Stunden. Auch Vardenafil wirkt mehrere Stunden und liegt hinsichtlich der Wirkdauer in einem ähnlichen Bereich.
Damit eignen sich beide Wirkstoffe vor allem für eine bedarfsweise Anwendung. Wer dagegen ein deutlich längeres Wirkfenster bevorzugt, kann sich auch über Tadalafil informieren.
Eine schwere oder besonders fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme von Sildenafil verzögern. Dadurch kann die Wirkung später einsetzen als erwartet.
Auch bei Vardenafil können sehr fettreiche Mahlzeiten den Wirkungseintritt beeinflussen. Der praktische Effekt kann jedoch individuell unterschiedlich ausfallen.
Wer einen möglichst vorhersehbaren Wirkungseintritt wünscht, sollte diesen Einfluss bei beiden Wirkstoffen berücksichtigen.
Sildenafil und Vardenafil werden in unterschiedlichen Wirkstärken angeboten. Die Milligramm-Angaben lassen sich jedoch nicht direkt miteinander vergleichen. Eine niedrigere Milligrammzahl bedeutet deshalb nicht automatisch eine schwächere Wirkung.
Bei zugelassenen Sildenafil-Präparaten sind insbesondere folgende Wirkstärken verbreitet:
Bei Vardenafil sind häufig folgende Wirkstärken erhältlich:
Welche Dosierung geeignet ist, hängt von Wirkung, Verträglichkeit, Gesundheitszustand und anderen Medikamenten ab. Die Dosierung sollte nicht eigenständig erhöht werden.
Da beide Wirkstoffe zur selben Arzneimittelgruppe gehören, überschneiden sich viele mögliche Nebenwirkungen. Häufig beschrieben werden unter anderem:
Bei Sildenafil können zusätzlich gelegentlich vorübergehende Veränderungen der Farbwahrnehmung oder andere visuelle Beschwerden auftreten.
Vardenafil besitzt ebenfalls ein eigenes Nebenwirkungs- und Wechselwirkungsprofil. Besonders bei bestimmten Herzrhythmusstörungen oder gleichzeitig eingenommenen Medikamenten ist eine medizinische Beurteilung wichtig.
Seltene schwerwiegende Beschwerden wie eine ungewöhnlich lange oder schmerzhafte Erektion sowie plötzlich auftretende Seh- oder Hörstörungen erfordern eine schnelle medizinische Abklärung.
Sildenafil und Vardenafil dürfen insbesondere nicht zusammen mit nitrathaltigen Arzneimitteln eingenommen werden. Die Kombination kann zu einem gefährlichen Abfall des Blutdrucks führen.
Weitere mögliche Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit bestimmten:
Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sehr niedrigem Blutdruck, schweren Leberfunktionsstörungen oder anderen relevanten Erkrankungen sollte vor der Anwendung ärztlicher Rat eingeholt werden.
Diabetes kann Blutgefäße und Nerven schädigen und dadurch das Risiko einer erektilen Dysfunktion erhöhen. Sowohl Sildenafil als auch Vardenafil werden bei Männern mit ED und Diabetes eingesetzt.
Welcher Wirkstoff im individuellen Fall besser wirkt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Reaktion auf PDE-5-Hemmer kann von Person zu Person unterschiedlich sein und hängt unter anderem vom allgemeinen Gesundheitszustand, der Dauer des Diabetes und möglichen Folgeerkrankungen ab.
Bei bestehenden Grunderkrankungen sollte die Auswahl des Wirkstoffs deshalb immer unter Berücksichtigung der gesamten gesundheitlichen Situation erfolgen.
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Beide Wirkstoffe können bei erektiler Dysfunktion wirksam sein und besitzen ein ähnliches zeitliches Wirkprofil.
Sildenafil ist sehr weit verbreitet und steht in zahlreichen generischen Präparaten und Wirkstärken zur Verfügung. Für viele Männer ist es deshalb ein etablierter Ausgangspunkt bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion.
Vardenafil bietet eine ähnliche bedarfsweise Anwendung, unterscheidet sich jedoch in einigen pharmakologischen Eigenschaften und kann von manchen Männern anders vertragen oder als geeigneter empfunden werden.
Die Wahl sollte nicht allein nach Wirkungsdauer oder Milligrammzahl getroffen werden. Entscheidend sind die individuelle Reaktion, mögliche Nebenwirkungen, bestehende Erkrankungen und andere eingenommene Medikamente.
Neben Sildenafil und Vardenafil gehört auch Tadalafil zu den etablierten PDE-5-Hemmern. Der größte praktische Unterschied besteht in der wesentlich längeren Wirkdauer von bis zu 36 Stunden.
Wer Sildenafil mit Tadalafil vergleichen möchte, findet eine ausführliche Gegenüberstellung auf unserer Seite Sildenafil vs. Tadalafil.
Zusätzlich behandeln wir die Unterschiede zwischen Tadalafil und Vardenafil auf der Seite Tadalafil vs. Vardenafil.
Sildenafil und Vardenafil gehören beide zu den PDE-5-Hemmern und verfolgen bei erektiler Dysfunktion dasselbe therapeutische Ziel. Beide unterstützen bei sexueller Stimulation die Durchblutung des Penis und werden üblicherweise nach Bedarf eingesetzt.
Die Wirkungsdauer ist bei beiden vergleichbar und liegt im Bereich mehrerer Stunden. Unterschiede bestehen vor allem bei individuellen pharmakologischen Eigenschaften, möglichen Einflüssen durch Nahrung und der persönlichen Verträglichkeit.
Welcher Wirkstoff im individuellen Fall geeigneter ist, hängt deshalb von mehreren Faktoren ab. Allgemeine Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zur erektilen Dysfunktion.
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